bis 01.02.2015: Menschen, Museen, Monumente
                        - Fotografien von Peter Hilger

bis 31.12.2015: Projekt 'DENKWERK'
                       

Willkommen im Lobdengau-Museum

Mehr als 100 Jahre Museumsgeschichte!

Das heutige Lobdengau-Museum ist aus dem früheren Heimatmuseum im Renaissancehaus in der Kirchenstraße (heute „Restaurant Sackpfeife“) hervorgegangen. Dort wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine „Städtische Alterthümersammlung“ angelegt, die offiziell im Jahre 1909 vom badischen Großherzog als Museum eingeweiht wurde.

Nach kriegsbedingter Schließung wurde das Museum 1950 unter der Leitung von Dr. Berndmark Heukemes († 2009) wiedereröffnet. Das Lobdengau-Museum Ladenburg befindet sich seit 1968 im Bischofshof, der früheren Nebenresidenz der Wormser Bischöfe. Das Gebäude in seiner heutigen Form stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Markant ist die restaurierte Bemalung der Fassade nach manieristischer Art. Nachdem Ladenburg im Jahre 1705 ganz in kurpfälzischen Besitz überging, war der Bischofshof Sitz des kurpfälzischen Oberamtes und später des Amtsgerichts.

Die Sammlungen wurden wesentlich erweitert. Das Museum enthält nicht nur bedeutende Funde zur römischen und mittelalterlichen Stadtgeschichte, außergewöhnlich ist auch die Ausstellung bemalter Bauernmöbel aus dem Odenwald.

Der Name »Lobdengau« ist die Bezeichnung einer mittelalterlichen Gaugrafschaft im heutigen Südhessen und Nordbaden mit dem Hauptort Ladenburg, dem früheren Lobdenburg. Dieses geht zurück auf das römische Lopodunum, welches 98 n. Chr. von Kaiser Trajan mit allen Rechten einer römischen Stadt ausgestattet wurde. Somit gehört Ladenburg wohl in den Kreis der ältesten deutschen Städte.