Termine:


  bis 03.03.2019: Nachbarn 1938, Ausstellung
  16.12.2018: Führung durch die Ausstellung "Nachbarn 1938" 15 Uhr



Das Museum ist vom 23.12.2018 bis 5.1.2019 geschlossen






Ausstellung bis 3. März 2019

Nachbarn 1938 - "Wir waren alle Ladenburger"



Was in Ladenburg 1938 passierte, unterschied sich kaum von dem, was sich auch anderswo in Deutschland in diesen Wochen und Monaten ereignete: Ladenburg war eine typische deutsche Kleinstadt dieser Zeit. Juden und Nichtjuden lebten jahrhundertelang neben- und miteinander. So sagte Lea Weems (geb. Krell), die nach dem Krieg in die USA auswanderte, in einem Interview „We were all Ladenburgers“. Die Reichspogromnacht des Jahres 1938 setzte dem ein gewaltvolles Ende.

Zum 80. Jahrestag dieses Geschehens haben Dozierende und Studierende der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit dem Lobdengau-Museum eine Ausstellung konzipiert, die Einblicke jenseits bereits bekannter Zahlen und Fakten bietet. Sie zeigt die Bewohner der Stadt und ihre Beziehungen untereinander: Wer waren die Menschen, die hier Tür an Tür lebten? Welche Geschichten und Ereignisse prägten die Familien? Wie ging es nach 1938 weiter?

Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung siehe "Termine"
Treffpunkt: Kasse Lobdengau-Museum jeweils 15 Minuten vor Führungsbeginn.
Es gelten die üblichen Eintrittspreise




Willkommen im Lobdengau-Museum

Mehr als 100 Jahre Museumsgeschichte!


Das heutige Lobdengau-Museum ist aus dem früheren Heimatmuseum im Renaissancehaus in der Kirchenstraße (heute Privathaus, früher „Restaurant Sackpfeife“) hervorgegangen. Dort wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine „Städtische Alterthümersammlung“ angelegt, die offiziell im Jahre 1909 vom badischen Großherzog als Museum eingeweiht wurde.


Nach kriegsbedingter Schließung wurde das Museum 1950 unter der Leitung von Dr. Berndmark Heukemes († 2009) wiedereröffnet. Das Lobdengau-Museum Ladenburg befindet sich seit 1968 im Bischofshof, der früheren Nebenresidenz der Wormser Bischöfe. Das Gebäude in seiner heutigen Form stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Markant ist die restaurierte Bemalung der Fassade nach manieristischer Art. Nachdem Ladenburg im Jahre 1705 ganz in kurpfälzischen Besitz überging, war der Bischofshof Sitz des kurpfälzischen Oberamtes und später des Amtsgerichts.


Die Sammlungen wurden wesentlich erweitert. Das Museum enthält nicht nur bedeutende Funde zur römischen und mittelalterlichen Stadtgeschichte, außergewöhnlich ist auch die Ausstellung bemalter Bauernmöbel aus dem Odenwald.


Der Name »Lobdengau« ist die Bezeichnung einer mittelalterlichen Gaugrafschaft im heutigen Südhessen und Nordbaden mit dem Hauptort Ladenburg, dem früheren Lobdenburg. Dieses geht zurück auf das römische Lopodunum, welches 98 n. Chr. von Kaiser Trajan mit allen Rechten einer römischen Stadt ausgestattet wurde. Somit gehört Ladenburg wohl in den Kreis der ältesten deutschen Städte.



 

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